Konkrete Schwellenwerte für biologische Kipppunkte als Anwendungsmodul des Entropie-Frameworks. Geordnet nach Domäne, klassifiziert nach Typ A/B/C, mit Evidenzkategorie und Quelle. Die strukturierten Daten liegen als XLSX vor; dieses Dokument erklärt sie.
Ein Anwendungsmodul, keine Leitlinie. Strukturierte Übersicht über etablierte Biomarker-Schwellenwerte für die Anwendung der Framework-Logik. Bei klinischen Entscheidungen gelten Fachgesellschaftsleitlinien.
Diese Datenbank ist eine wissenschaftliche Übersicht, keine klinische Leitlinie. Sie dokumentiert etablierte Schwellenwerte aus aktuellen Quellen — für klinische Entscheidungen sind stets die jeweils gültigen Leitlinien der zuständigen Fachgesellschaften zu konsultieren.
Referenzbereiche variieren je nach Labor, Methodik, Population, Alter und individueller Konstitution. Die hier aufgeführten Werte sind typische Schwellenwerte, keine Absolutwerte für individuelle Diagnostik.
Einzelmesswerte ersetzen keine klinische Beurteilung. Biomarker müssen im Gesamtkontext interpretiert werden — Anamnese, Untersuchung, Verlauf, weitere Befunde.
Stand der Datenbank: Mai 2026. Aktualisierungen sind regelmäßig erforderlich, insbesondere bei Leitlinienrevisionen.
Etwa 45 Biomarker aus 12 Domänen, jeweils mit: Marker-Name, Einheit, Schwellenwert (oder Schwellenwerte für verschiedene Risikogruppen), Typ-Klassifikation nach Framework (A/B/C), Evidenzkategorie, Primärquelle.
Keine individuellen Referenzbereiche, keine Empfehlungen zu Therapie, keine populationsspezifischen Werte (Kinder, Schwangerschaft, ethnische Variation). Keine Korrelationen oder algorithmische Auswertung mehrerer Marker — das ist Aufgabe klinischer Scoring-Systeme.
Strukturierte Daten als XLSX mit vier Arbeitsblättern: Übersicht (alle Marker), Typ-Klassifikation, Evidenzkategorien, Disclaimer.
4 Arbeitsblätter, ca. 45 Marker, vollständig dokumentiert. Sortierbar und filterbar in Excel/LibreOffice/Numbers. Strukturierte Daten zur Weiterverarbeitung in eigenen Anwendungen.
12 Domänen biologischer Kipppunkte, geordnet von akut-systemisch (Sepsis) zu chronisch-strukturell (Allostase). Pro Domäne typische Marker.
Anwendung der drei Kriterien aus Dokument 05 auf die Biomarker. Im biologischen Bereich dominiert Typ A — was erklärt warum biologische Kipppunkte methodisch oft am klarsten sind.
| Typ | Anteil | Beschreibung | Beispiele |
|---|---|---|---|
| A | ~65% | Mechanismus, Signal, Vorlaufzeit alle dokumentiert. Leitliniengestützt, harte Endpunkte. | Laktat, Troponin, HbA1c, eGFR, Cortisol |
| B | ~30% | 1-2 Kriterien voll erfüllt. Häufig: Signal etabliert, aber Mechanismus oder Vorlaufzeit unklar. | Allostase Load, HRV-Marker, Übertrainings-Marker |
| C | ~5% | Im biologischen Bereich selten — biologische Systeme zeigen fast immer Vorläufer. Ausnahme: plötzliche Arrhythmien ohne strukturelle Veränderung. | Einzelne plötzliche kardiale Ereignisse |
Biologie ist als Anwendungsfeld besonders dankbar für das Framework: Die meisten klinisch relevanten Kipppunkte sind Typ A. Das macht die Biomarker-Datenbank zum methodisch klarsten Anwendungsmodul.
Wie verwendet man die Datenbank gemeinsam mit dem Framework? Drei Anwendungsmodi.
Anwendung der Schwellenwerte auf individuelle Messwerte als Frühwarnindikator. Voraussetzung: Klinischer Kontext, ärztliche Beurteilung, Verlaufsbeobachtung. Einzelwerte sind selten diagnostisch.
Verwendung der Datenbank als Strukturgeber für eigene Studien. Welche Marker existieren in welcher Domäne? Welche Schwellenwerte sind etabliert? Welche sind noch Hypothese (Typ B)?
Die Datenbank als Verbindungselement zwischen biologischer und sozialer/ökonomischer Analyse. Allostatische Last als Brücke zu psychosozialen Modellen. HRV als Brücke zu Stressforschung. So entsteht die Querverbindung zwischen Disziplinen im Sinne des Frameworks.
Geplant: Verlinkung jedes Markers mit Anwendung im Erkennungsbarrieren-Modell (welche Barrieren typischerweise greifen). Quantitative Daten zu Vorlaufzeiten. Interoperabilität mit klinischen IT-Systemen (HL7, FHIR).